Das ist ein Governance-Ansatz, bei dem Spannungen (tensions) nicht als Störungen betrachtet werden, sondern als wichtige Informationen für Steuerung, Entscheidungsfindung und organisatorisches Lernen.
Anstatt Widersprüche zu eliminieren, werden sie systematisch erkannt, sichtbar gemacht und bewusst ausbalanciert. (Taylor & Francis Online)
Tension-aware governance ist die Gestaltung von Regeln, Prozessen und Entscheidungen unter der Annahme, dass konkurrierende Ziele dauerhaft bestehen und aktiv gemanagt statt aufgelöst werden müssen. (Taylor & Francis Online)
Der Begriff stammt teilweise aus Organisationsansätzen wie Holacracy, in denen eine Tension als die wahrgenommene Lücke zwischen dem aktuellen Zustand und einem besseren möglichen Zustand verstanden wird. Diese Spannungen dienen als Auslöser für Verbesserungen und Governance-Anpassungen. (Voys Handbook for Colleagues)
In der aktuellen Forschung wird der Begriff zunehmend verwendet, beispielsweise für: